„Uns geht's ja noch gold“

Das Rostocker digitale Tagebuch

Mathe, was ist das?

Mathe, was ist das? Gehört habe ich das schon, damals, zu Schulzeiten. Jetzt, in dieser doch sehr speziellen und außergewöhnlichen Situation muss ich mich mehr denn je damit auseinandersetzen. Waren es vorher die Lehrer die meinem Kind solch verzwickte Sachen erklärt haben, so komme ich jetzt nicht Drumherum mich selbst mehr mit der (Achtung Wortspiel) Mat(h)erie zu beschäftigen. Was bin ich froh das es Youtube Lehrer gibt (meine persönlichen Helden), denn durch sie steige ich nach und nach wieder in die Tiefen der Mathematik Klasse 4 ein. Was für den einen oder anderen äußerst simpel klingt ist für mich als Mathe-Idiot schon eine unglaubliche Herausforderung. Nun ist es an mir meiner Tochter zu erklären wie etwas gerechnet wird.

Schulaufgaben, Haushalt und bespaßen des Kindes, dies gehört mittlerweile zu den Haupttätigkeiten des Alltags. Während mein Mann weiterhin täglich zur Arbeit fährt, um wenigstens in diesem Moment eine Form von Normalität zu erleben, versuchen meine Tochter und ich das Beste aus der Situation "privater Knast" ,wie meine Nachbarin es so treffend formuliert, zu machen.

Die Nähe zu Freunden und der Familie ist das, was in den letzten Wochen so unglaublich fehlt. Einfach mal entspannt Abends auf ein (oder zwei) Bierchen in der Kneipe treffen, über die Arbeit meckern oder einfach nur sinnfreie Gespräche führen… Das sind die Dinge die den normalen Alltag immer wieder erfrischen.

Die Ungewissheit, wie und wann man wieder zur Arbeit geht, wie geht es mit der Schule weiter, all das sind Gedanken die in den vergangenen Woche täglich im Kopf kreisen.

Dennoch versuchen wir das Beste aus der Situation zu machen. Nur nörgeln bringt nichts, immerhin dürfen wir das Wetter in der Natur genießen. Einfach spazieren gehen oder durch den Lindenpark joggen. 

"Man muss das Leben tanzen" um Herrn Nietzsche zu zitieren.

Eine Kooperationsarbeit des Literaturhaus Rostock e.V mit dem Kempowski Archiv Rostock e.V.