„Uns geht's ja noch gold“

Das Rostocker digitale Tagebuch

Liebe Nachbarin

Liebe Nachbarin,

es sind schwierige Zeiten und auch ich arbeite seit einer Woche von zu Hause aus. Bisher habe ich Sie schon öfter gehört, ihre Partys, ihre Filmabende, wie Sie immer singend unter der Dusche stehen und Punkrock hören. Ich habe sie auch gehört als sie Schlager beim kochen in der Küche hörten.EGAL!. Außerdem höre ich es auch wenn Sie im Wohnzimmer zu Swing tanzen. Seit 3 Tagen ist es still im Haus. Zuletzt habe ich Sie gehört als sie freudestrahlend MOIN zu mir im Treppenhaus gesagt haben und fragten ob ich jetzt auch zu Hause bleiben bzw. arbeiten muss. Ich hoffe es geht ihnen gut und das Sie gesund sind. Es würde mich freuen von ihnen zu hören.

Mit freundlichem Gruß
der Nachbar von unten
 

Meine Antwort?
„Ladys and Gentlemen this is Mambo No. 5......“
 

(Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis sind nicht nur während Corona unbedingt notwendig und angebracht, aber auch Stille und Einsamkeit können Menschen belasten. Manchmal ist es schön zu wissen das man doch nicht ganz alleine ist.)

Eine Kooperationsarbeit des Literaturhaus Rostock e.V mit dem Kempowski Archiv Rostock e.V.