„Uns geht's ja noch gold“

Das Rostocker digitale Tagebuch

Corona Slam

Ich frage mich:  Was hast du wohl letzte Nacht gefühlt?
Lagst du auch aufgewühlt-
in deinem Bett, dich fragend was wohl kommen wird und wie du das meistern kannst?
Grübelst du auch,
oder denkst du einfach aus deinem Bauch heraus, dass schon alles gut wird?

Fragen und Antworten sprudeln um mich herum und an manchen Tagen fühle ich mich dumm, denn ich verstehe die Situation ganz anders als du.
Die Perspektiven von uns selbst, liegen Meilen auseinander und irgendwie fühlt sich das fremd an.

Ich frage mich ob die Gesellschaft es diesmal schafft gemeinsam anzupacken,
oder ob nach dieser Zeit,
doch nur wieder jeder auf den anderen scheißt.
Das häufigste Wort, wie könnte es anders sein,
wäre dann wieder „Mein“.

Und ich frage mich, wieweit muss alles noch gehen,
bis die Menschen verstehen,
dass Leben auf dem Spiel stehen.

Und bei all´ dem was so passiert,
hast du immer noch nicht kapiert,
dass deine „Fuck off“- Einstellung jemanden das Leben kostet.

Aber die Schwachen interessieren ja eh nie jemanden.

Es wurde zur Gewohnheit,
gegeneinander zu kämpfen-
Durch Kriege, durch Viren, durch unüberwindbare Grenzen.
Wann das wohl aufhören wird?

In Jahren denken wir an heute und die Meute,
die wird toben, denn sie checken nun:
Wir müssen etwas tun.
Doch dann ist es zu spät. Dann haben wir bereits verloren.
Dann lässt uns Mutter Natur schmorren,
weil wir sie nichtgeschätzt haben.

Ich frage mich:  Was hast du wohl letzte Nacht gefühlt?
Lagst du auch aufgewühlt-
in deinem Bett, dich fragend was wohl kommen wird und wie du das meistern kannst?
Oder geht es nur mir so?

Eine Kooperationsarbeit des Literaturhaus Rostock e.V mit dem Kempowski Archiv Rostock e.V.